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Drachenbootrennen in Osendorf 2005 (Olaf Matthias)

Rückwärtsfahrer

Seit dem Jahr 2000 versuche ich alle Jahre wieder, einige meiner Kollegen von der Bayer Bitterfeld GmbH so weit fit zu bekommen, dass sie ein Drachenboot ordentlich übern See bewegen können. Da der Trainingsaufwand für nur einen Wettkampf, den regionalen Saisonhöhepunkt im September in Friedersdorf auf dem Muldestausee, relativ hoch ist, versuche ich im näheren Umkreis von Bitterfeld eine zweite Startchance zu bekommen. Da bietet sich das Hallesche Drachenbootfest in Osendorf eigentlich an, aber wie schon im Vorjahr wurde auch in diesem Jahr eine betriebliche Veranstaltung auf eben den 28. Mai gelegt. Da gleichzeitig an diesem Wochenende keine Regatta angesagt war, war unter den Wettkampfruderern die Idee geboren, in Osendorf mit einer HRC Mannschaft im Drachenboot an den Start zu gehen.

Von der Meldung bis zum Wettkampf vergehen im Allgemeinen noch ein paar Wochen, in denen man sich dem Irrglaube hingibt, dass es kein Problem sein sollte, bis zum Wettkampftag mindestens 16 Aktive, darunter mindestens 8 Frauen auf die Beine zu bekommen.

Also sind wir mit dem letzten Aufgebot angetreten, einige hatten wenigstens schon einmal im Drachenboot gesessen, aber drei absolute Neulinge waren dabei.

Vor dem ersten Start wurden schnell noch ein paar Paddelschläge kniehend auf dem Steg probiert, um mit dem sicheren Gefühl, auf der richtigen Seite zu paddeln ins Boot zu steigen.

Das Drachenboot-Fest in Osendorf war in seiner 5. Auflage gut besucht und wir mussten uns mit 41 gegnerischen Mannschaften auseinandersetzen. Im Vor- und Zwischenlauf wurde in Sechsboote Feldern gestartet. Dadurch war das gesamte Rennprogramm auch sehr langwierig. Nach dem klar gewonnenen Vorlauf hatten wir uns direkt für den Zwischenlauf qualifiziert und hatten nun mehrere Stunden Zeit, die bei 35 Grad im Schatten eigentlich nur im Schatten und am besten (trotz Verbots) im Wasser auszuhalten waren.

Im Zwischenlauf ging es schon wesentlich knapper zu und wir konnten uns mit Platz 2 für das A-Finale qualifizieren, wo es in einem Achtbootefeld zu bestehen galt. Nachdem wir uns noch einmal ordentlich motiviert hatten, Jan noch einmal zur Ordnung gerufen hatte, haben wir einen guten Finallauf hingelegt und den dritten Platz belegt. Der dafür gewonnene Pokal ziert seit dem den Glasschaukasten in der Bootshalle.

Ich denke es hat allen Spass gemacht und sollte bei Gelegenheit ruhig wiederholt werden.








sieht gefährlich aus!

voll in action!

die siegreiche HRC-Besatzung

begehrte Trophäe



aktualisiert 2006-06-16  | © V-NET4you 2006