Die Rudersaison ist beendet. Zumindest offiziell. Das traditionelle Abruder-Wochenende des Halleschen Ruder-Clubs begann zunächst am Samstagmorgen mit der Ausfahrt zum Eisbein-Essen nach Salzmünde. Nach kurzer Begrüßung durch unseren Ebse wurden die Bootsbesatzungen eingeteilt und die Boote zu Wasser gelassen. Aus allen Altersklassen, angefangen bei der Ruderjugend bis hin zu den alteingesessenen Wanderruderern, hatten sich die Teilnehmer angemeldet. Auch einige Gäste, wie die Wanderruder-Chefin des Landes Sachsen Anhalts Petra Bertram, hatten sich im Trothaer Bootshaus eingefunden.
Schließlich brachen 30 Ruderer um kurz nach 10 Uhr mit 6 Gig-Doppelvierern bei herrlichem Sonnenschein und für Mitte Oktober deutlich zu hohen Temperaturen auf. Bereits beim Schleusen mussten sich einige ihrer langärmeligen und langbeinigen Oberbekleidung entledigen.
Dann ging es geruhsam die 10,5 Kilometer saaleabwärts bis nach Salzmünde. Nach dem lecker Mittagessen – Wahlweise das klassische Eisbein oder auch Gulasch – und einer Verschnaufpause in der die Ruderjugend und unsere Frauenmannschaft, die „Rudermädels“ gemeinsam Fußball spielten, ging es zurück gen Heimat. In einigen Booten wurden gegenüber der Talfahrt Umbesetzungen vorgenommen, auch im Boot der Rudermädels. Eine schon lange geplante, doch bisher nie umgesetzte Besatzung stieg nun ins Boot. Die Damen ruderten und Coach Bernd steuerte „seine“ Mädels. Natürlich durften Technikkorrektur und ein paar Druckzehner zwischendurch nicht fehlen.
Am Nachmittag landeten alle Boote wieder wohlbehalten im Trothaer Bootshaus an und nachdem sämtliches Bootsmaterial ordentlich gesäubert in der Bootshalle verstaut war, ging mit Kaffee und Kuchen an einer langen Tafel ein schöner Rudertag zu Ende.
Am Sonntag stand dann die Vereinsregatta auf dem Terminkalender der HRCler. Bevor es in die Boote ging, wurden die aktiven Rennruderer aller Altersklassen für die Erfolge der Regattasaison 2012 geehrt. Anschließend begannen die 14 ausgeschriebenen und auch gut besetzten Rennen über 500 Meter. Es gingen alle so ziemlich alle Altersklassen, die unser Verein zu bieten hat, an den Start. Ein zuvor ausgetüftelter Rennplan sorgte dafür, dass ein abwechslungsreiches Programm für die Zuschauer an der Saale geboten werden konnte und die aktiven ausreichend Zeit für Bootswechsel oder Verschnaufpausen hatten.
Den Anfang machten unsere Ruderanfänger. Da einige erst wenige Wochen Rudererfahrung mitbrachten, ging ein 3-Boote-Feld im Gig-Doppelzweier mit Steuermann an den Start. Hier siegten Andre Kühling, Janick Zinke mit Stf. Frederike von Lehe. Friedrich von Poblotzki, Charlotte Makosch und Stf. Clara Rosse holten sich die Silbermedaille vor Leon Berger, Pascal Weidenmüller und Stm. Etienne Trojahn.
Auch der Jungen-Einer wurde im Gigboot gestartet. Hier konnte sich Maurice Breidenbach gegenüber seinen Mannschaftskameraden Theo Tornow und Hannes Tempel durchsetzen.
Auch im Freizeitruderbereich bei den Erwachsenen waren zwei Gig-Doppelzweier ins Rennen gegangen. Wie es Coach Bernd Patan nach dem Rennen recht treffend formulierte, siegte hier Kraft vor Technik. So konnten sich letzten Endes Malte Bertold, Gerald Schwedt gegenüber den Konkurrenten Bastian Kremer, John Hauke und Stm. Tim Bremer durchsetzen.
Das erste Rennen im Rennboot absolvierten unsere Nachwuchsruderer im Doppelzweier. Hier konnten sich Leonard hoffmann und Pierre Trojahn in einem stark gefahrenen Endspurt gegenüber Max Appel und Albrecht Elstermann durchsetzen. Auch im Kampf um Platz 3 gab es eine knappe Entscheidung. Hier hatten Tom Vetter und Levin Sailer die Bugspitze vor dem „Mädchenboot“ mit Clara Rosse und Frederike von Lehe im Ziel.
Das Rennen um den Vereinsmeistertitel der Frauen war als Pokal ausgeschrieben, den sich Yvonne Schiek in einem packenden Zweikampf mit Luise Hunger errudern konnte. Annette Illy holte sich schließlich Bronze vor Anne Rehkamp.
Dann war auch die Ruderjugend wieder im Gig-Doppelzweier mit Steuermann am Start. Maurice Breidenbach konnte hier seinen Einer-Erfolg wiederholen und holte sich mit Friedrich Zaunstöck und Stm. Pascal Weidenmüller die nächste Goldmedaille. Den Kampf um Platz 2 konnten schließlich Hannes Tempel, Theo tornow und Stm. Janick Zinke für sich entscheiden und verwiesen Jean-Luc Trojahn, Sebastian Schmidt und Stm. Etienne Trojahn auf Rang 3.
Weiter ging es mit den Fortgeschrittenen unter den Aktiven der Ruderjugend im Renneiner. Hier konnte Pierre Trojahn seinen Bug als ersten über die Ziellinie schieben. Einen Achtungserfolg gab es für Clara Rosse, die sich gegenüber den „Herren“ Leonard Hoffmann und Tom Vetter durchsetzen konnte.
Auch im Einer der Männer war ein Pokal als Siegprämie ausgeschrieben. Matthias Linnert hatte seine Konkurenz jederzeit im Griff und siegte verdient. Martin Drobnitzky und Tim Bremer kämpften hat um Platz zwei. Das Zielgericht tagte recht lange, entschied dann jedoch für ein totes Rennen, sodass sich die beiden Platz zwei teilten.
Im Gig-Doppelzweier ü60 gingen zwei Boote ins Rennen. Hier konnten sich Bertold Ebert, Lutz Büchner mit Stm. Heiko Zehne gegenüber Hansi Thurmann, Klaus Beyer und einem leider nicht protokollierten Steuermann durchsetzen.
In Zweiten Rennen bei den Ruderanfängern stand der Gig-Doppelvierer auf dem Rennplan. Hier siegten Friedrich von Poblozki, Sebastian Schmidt, Janick Zinke, Charlotte Makosch und Stm. Pierre Trojahn vor den Teamkameraden Pascal Weidenmüller, Leon Berger, Andre Kühling, Etienne Trojahn und Stm. Leonard Hoffmann.
Das dritte Pokalrennen wurde im Mixed-Doppelzweier der Männer und Frauen ausgefahren. Das als klarer Favorit gestartete Boot mit Luise Hunger und Matthias Linnert konnte einen verdienten Sieg errudern. Tim Bremer und Isabel Sturm fuhren überraschend auf den Silberplatz vor Annetty Illy und Oliver Tennstedt.
Entgegen der Vorjahre war auch das Rennen der Studenten-Gig-Doppelvierer mit drei Booten stark besetzt. Leider sind nicht alle Namen der Starter bekannt, sodass hier nur die „offiziell gemeldeten“ Ruderer genannt werden können. Es siegten Michael Röhrich, Robert Völker, Stephanie Boron und Isabel Sturm. Zweite wurden Thomas Kuscher, Tim Bremer, Susanne B. und Louise Weritz. Als drittes kamen John Hauke, Hanna Weißling, Kristin Reinhardt und Gerad Schwerdt ins Ziel.
Im nächsten Rennen traten Jugendliche und Trainer in einem Rennen gegeneinander an die Jugend im Doppelvierer und die Trainer Bernd Patan und Co.-Trainer Jörg Schmiedeberg im Doppelzweier. Das Trainerteam konnte sich schließlich durchsetzen und verwies die beiden Doppelvierer auf die Plätze 2 und 3. Tom Vetter, Levin Sailer, Leonard Hoffmann, Pierre Trojahn und Stm. Jean-Luc Trojahn erruderten hier Silber vor der Mannschaft mit Max Appel, Albrecht Elstermann, Richard, Fredericke von Lehe und Stf. Clara Rosse.
Im letzen Rennen, dem „Generationen-Boot“ wo Kinder, Jugenliche, Senioren und Masters gemeinsam an den Skulls sitzen, waren fünf Boote gemeldet, sodass hier in zwei Abteilungen gestartet wurde.
Die erste Abteilung konnten sich Bertold Ebert, Luise Hunger, John Hauke, Friedrich Zaunstöck und Stf. Charlotte Makosch für sich entscheiden. Silber ging an Bernd Schmidt, Annette Illy, Thomas Kuscher, Fredericke von Lehe und Stm. Hannes Tempel. Aufgrund rudertechnischer Probleme musste sich das Boot mit Hans Thurmann, Yvonne Schiek, Malte Bertold, Maurice Breidenbach und Stm. Jean-Luc Trojahn mit Bronze zufrieden geben.
In der zweiten Abteilung konnte sich das Boot mit Tim Bremer, Anne Rehkamp, Isabel Sturm, Max Appel und Stm. Frierich von Poblozki gegenüber den Konkurrenten Oliver Tennstedt, Louise Wernitz, Stephanie Boron, Albrecht Elstermann und Stm. Theo Tornow schließlich durchsetzen.
Nachdem alle Booten wieder auf dem trockenen waren, wurden die Sieger geehrt und dann ließen alle den Tag bei einem gemütlichen Beisammensein ausklingen.
Eure Yvonne